Foto: Karl-Heinz Stadtler
Zeitgenössische Zedakah-Büchse. Schenkung, Holz, Blech, 15x17x10cm
Zedaka ist das jüdische Gebot der Wohltätigkeit. Vielleicht ist diese Hand die Einwurföffnung einer Spendenbüchse, einer Zedaka-Büchse, die bei der Sabbatfeier benutzt wurde. Sie stehen in vielen Synagogen und an den Eingängen zu Friedhöfen und Friedhofshallen. Auch im Anschluss an Beerdigungen ist es üblich, eine Spende hinein zu geben.



Fotos: Berthold Herberz
Zohar (übersetzt: Das Buch des Glanzes), hebräisch, Vilnus (Litauen), 1882, geprägter Ledereinband mit Baumwollfaden geflickt, vollständig, 24x17x5cm, Herkunft unbekannt.
Der Besitzer ist auf der Rückseite des Buchdeckels eingeschrieben: „Jacob Dahan, Sohn des Lehasisan“. Der Name stammt aus dem südlichen Mittelmeerraum. Es ist unklar, ob das Buch Teil der Genisa ist.
Geschrieben ist er in hebräischer Schrift in einem künstlich altertümlichen Aramäisch, um sein Alter und Bedeutung zu unterstreichen. Ein Buch für Experten; es ist nicht für die alltäglichen Gebete geeignet.
Der Zohar ist das bedeutendste Buch der jüdischen Mystik, der Kabbala. Er stellt eine Auslegung und Kommentar dar. Hier der 2. Teil eines fünfbändigen Werkes: 2. Buch Moses „Exodus“. Als Autor wird Schimon ben Jochai genannt. Diese Zuschreibung gilt heute nicht mehr. Heute gilt als Autor Mosche de Leon.
Der Zohar benutzt für die biblische Auslegung vier Ebenen des Verständnisses,
Die Anfangsbuchstaben dieser vier hebräischen Wörter bilden den Begriff „PaRDeS“ (‚Obstgarten‘, verwandt mit dem deutschen Wort "Paradies").
Alle Angaben sind mit der freundlichen Unterstützung von Herrn Beni Pollak, Lehrer des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen erstellt.
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