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"Synagoge in Vöhl"
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Link zur Broschüre "Erinnern an jüdisches Leben in Waldeck-Frankenberg"

Rundgang in Vöhl

Rundgang
Straßenplan des Ortskerns von Vöhl mit markierten ehemaligen jüdischen Häusern
© Hessisches Landesvermessungsamt 2003,
Grafik: Kurt-Willi Julius
Infotafeln an Vöhler Häusern

Straßenplan des Ortskerns von Vöhl mit markierten ehemaligen jüdischen Häusern© Jürgen Evers
Die Karten sind verlinkt!

Überblick über die Geschichte Vöhler Juden

Geschichtlicher und inhaltlicher Überblick

Herrschaft Itter – Kreis Vöhl


Karte des Fürstentum Waldecks 1789https://regiowiki.hna.de/images/2/21/
Waldeck_1789.gif

Aus dem von Herzhausen am Edersee bis zur Diemel reichenden mittelalterlichen Ittergau entwickelte sich im 12. Jahrhundert die Herrschaft Itter, später Kreis Vöhl. Im Zusammenhang mit den Friedensregelungen des Dreißigjährigen Krieges wurden die 20 Dörfer eine Exklave Hessen-Darmstadts zwischen Waldeck und Hessen-Kassel. Die folgende Karte zeigt, dass die Herrschaft Itter wiederum Exklaven im Waldeckischen hatte, nämlich Höringhausen, Eimelrod, Deisfeld und Hemmighausen.

Die Landgrafschaft, das spätere Großherzogtum Hessen-Darmstadt, war nun wahrlich kein judenfreundlicher Staat, wie mehrere Judenordnungen belegen; allerdings ließ man die Ansiedlung jüdischer Familien im Grenzgebiet zu, möglicherweise um die Exklave wirtschaftlich zu stärken. Zur jüdischen Gemeinde in Vöhl gehörten auch Familien aus den Nachbarorten Marienhagen, Basdorf und Oberwerba. Eine ebenso große Gemeinde entstand in Höringhausen, kleinere in Altenlotheim und Eimelrod. Der Anteil der Juden an der Gesamtbevölkerung der genannten Orte lag zwischen 15 und 20 Prozent.

Der älteste schriftliche Nachweis für einen Juden in Vöhl stammt aus dem Jahr 1682. 1705 waren bereits 8 Vöhler Häuser im Besitz von Juden. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts stieg die Zahl der Israeliten, wie man sie oft nannte, auf 140.

Weiterlesen: Überblick über die Geschichte Vöhler Juden

Rundgang zu ehemals von Juden bewohnte Häuser in Vöhl

Zusammengestellt von Kurt-Willi Julius 2005.
Die alten Aufnahmen und die Beschreibungen stammen aus der Sammlung Jürgen Evers.

Straßenplan des Ortskerns von Vöhl mit markierten ehemaligen jüdischen Häusern
© Hessisches Landesvermessungsamt 2003, Grafik: Kurt-Willi Julius

Bitte auf die Adressen und Schlagworte in der Tabelle unten klicken, um nähere Informationen zu den einzelnen Häusern zu erhalten.
   1 Mittelgasse 9, Synagoge, Schule, Info-Tafel
   2 Mittelgasse 11, Mikwe, Info-Tafel
   3 Mittelgasse 13, Mikwe
   4 Mittelgasse 15, Mikwe
   5 Mittelgasse 17, Mikwe
   6 Mittelgasse 17
   7 Basdorfer Str. 9, Info-Tafel
   7a Haus Basdorfer Str. 10
   8 Schulberg a
   9 Schulberg 12
  10 Schulberg b
  11 Schulberg 14
  12 Kirchweg 5
  13 Kirchweg 4
  14 Basdorfer Str. 3
  15 Basdorfer Str. 1
  16 Henkelstraße 7
  17 Arolser Str. 1 
  18 Arolser Str. 9
  19 Arolser Str. 6
  20 Arolser Str. 8, Mikwe, Schule
  21 Arolser Str. 10
  22 Arolser Str. 13 (a)
  23 Arolser Str. 13 (b), Mikwe
  24 Arolser Str. 15 (c)
  25 Arolser Str. 17
  26 Arolser Str. 19, Mikwe
  27 Arolser Str. 21
  28 Arolser Str. 23
  29 Zum Köppel, Friedhof
  30 Arolser Ecke Nordstr.
  31 Arolser Str. 14
  32 Mittelgasse 1, Info-Tafel
  33 Mittelgasse 3
  34 Mittelgasse 5
  35 Mittelgasse 7, Info-Tafel

Den Rundgang können sie auch in Textform aufrufen!

Vöhl

Den Rundgang an der Synagoge beginnen. Die Mittelgasse hinunter, dann rechts in die Basdorfer Straße. Rechts in den Schulberg einbiegen, auf der Höhe dann links. Vor der Kirche vorbei, den Kirchweg hinunter zurück zur Basdorfer Straße. Wieder rechts. Hinter der Pizzeria rechts in die Arolser Straße oder zuerst kurzer Abstecher zum Haus Henkelstraße 7. Die Arolser Straße hinauf bis zum Fußweg (Günter Sternberg Weg) zum evangelischen Pfarramt. Dann rechts über die Gartenstraße bis zur Straße Zum Köppel. Links hoch. Von dort aus führt ein Tor auf den jüdischen Friedhof (am Shabat = Samstag und an jüdischen Feiertagen ist das Betreten verboten). Den Friedhof durch das gleiche Tor verlassen und die Straße "Am Köppel" hinunter zur Arolser Straße. In der Gabelung Arolser Straße/Nordstraße steht der Gedenkstein an die Vöhler Juden. Die Arolser Straße ortseinwärts überqueren und nach links in die Mittelgasse zurück zum Ausgangspunkt.

Basdorf

Brunnenstraße 6
Levi Kaiser kaufte das Haus im Jahre 1850 von den Familien Heine-Müller. 1911 verkaufte er den Hof an Familie Daude aus Asel.

Mühlenstraße 15
Balkeninschrift: Im Namen Gottes, Feist Keiser und seine Ehefrau haben dises Haus gebaut am 29. Mai 1859.
Mühlenstraße 6
Haus des Händlers Bendix Külsheimer. Um 1880 als Hausbesitzer erwähnt.

Marienhagen

Schulweg 10
Familie Selig Kratzenstein. Ursprünglich Gasthaus und Manufakturladen "Zum Grünen Kranze". Nach dem Tode von Gastwirt Selig Kratzenstein im Jahre 1919 übernahm sein Schwiegersohn Max Winter Laden und Lokal. Im Jahre 1935 emigrierte die ganze Familie Winter nach Holland. Anschließend übernahm Christian Stevens aus Holland das Gebäude und richtete dort das Hotel "Germania" ein. Heute Diagnostikfirma Biocon
Hauptstraße 11
Haus des Louis Schönthal, erbaut 1928. Das Elternhaus brannte 1928 durch Blitzschlag ab. 1935 emigrierte die Familie und verkaufte das Haus.

Infotafeln an Vöhler Häusern

Infotafel an einem Vöhler Haus mit QR-Code
Foto: Ulrich Müller

Im Laufe der nächsten Jahre wollen wir in Vöhl Infotafeln an Häusern mit ehemaligen jüdischen Bewohnern/innen anbringen. Die Tafeln sind mit QR-Codes versehen, die zu weiteren Informationen zu den ehemaligen Bewohnern/innen führen.
Im Jahr 2020 haben wir mit der ehemalige Synagoge, Mittelgasse 9, angefangen.
Im Jahre 2022 kamen vier weitere Tafeln in der Nähe der Synagoge dazu:
 Mittelgasse 1, 7 und 11 sowie Basdorfer Str. 9.
Im Jahre 2023 werden weitere dazukommen.

Der Rundgang zu ehemals von Juden bewohnte Häuser in Vöhl
führt sie zu den Standorten.

Jüdischer Friedhof in Vöhl -Dokumentation-

Dokumentation des Jüdischen Friedhofs zu Vöhl/Edersee


Aufgeschrieben und aus dem Hebräischen übersetzt von Christiane Hilmes; Sommer 1991

Das Folgende stellt - auch in den Fußnoten - zu großen Teilen eine Abschrift der Arbeit von Christiane Hilmes dar. In einigen wenigen Fällen erfolgte nach Rücksprache mit ihr eine Korrektur durch Karl-Heinz Stadtler.
Ergänzende Anmerkungen zu den einzelnen Gräbern erfolgten durch Karl-Heinz Stadtler und sind im Einzelnen kenntlich gemacht.
Die Textteile wurden digitalisiert und durch neue Fotos ergänzt von Kurt-Willi Julius im Dezember.

Geamtansicht des Jüdischen Friedhofs

©Kurt-Willi Julius

Eine ausführliche Abhandlung von Karl-Heinz Stadtler über den jüdischen Friedhof in Vöhl finden Sie unter

Der jüdische Friedhof in Vöhl

Weiterlesen: Jüdischer Friedhof in Vöhl -Dokumentation-


      
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